Ulrich, stell dich doch mal bitte vor.
Mein Name ist Ulrich Weise. Ich bin 1963 in Hamburg geboren und dort aufgewachsen. Nach dem Studium des Maschinenbaus an der TU entschloss ich mich 1992, mein Berufsleben dem Thema Wasseraufbereitung zu widmen. Die Entscheidung beruhte auf der Überzeugung, dass die Wiederverwendung von Wasser eine der drängendsten Fragen der Zukunft betrifft und somit auch ein Berufsleben lang aktuell bleibt.

Einige wichtige berufliche Stationen waren dann im Bereich des Projektmanagements zum Bau von Trink- und Abwasserwerken, der weitergehenden Abwasserreinigung mit Filtration sowie für Industriekunden. 1997 entschloss ich mich, selbstständig zu werden. Neben der Arbeit als Projektleiter zum Bau von Kläranlagen entwickelte ich Ultrafiltrationsanlagen zum Recycling von Prozeßabwasser in der Industrie, u.a. für Bosch und Siemens, die zum ersten Patent führten.

Parallel zu der Anwendung etablierter Filtersysteme entstand die Idee eines neuen, bisher nicht am Markt erhältlichen Filters. Im Jahr 2000 gründete ich meine erste Firma mit dem Microclear Filter, den ich selbst entwickelt und patentiert hatte. Diese Firma habe ich erfolgreich 2014 verkauft, um mich einem neuen Thema zuzuwenden, dem AQQA-Projekt.

2016 gründete ich die Weise Water GmbH bei Berlin, die den AQQA-filter und den AQQA-bag produziert.

 

 

Was machst du in deiner Freizeit?
Ich bin leidenschaftlicher Pilot von kleinen Sportflugzeugen. Am liebsten Richtung Dänemark und auf einer der vielen kleinen Inseln landen. Dann ein gutes Buch lesen oder an der Küste wandern. Mein bevorzugter Sport hat natürlich auch mit dem nassen Element zu tun: Schwimmen.

Welches Land hat dir auf Reisen bisher am besten gefallen und warum? Am besten hat mir bisher Südafrika gefallen, wo ich auch mal ein paar Monate gearbeitet habe. Das Land ist so unglaublich vielfältig, in jeder Hinsicht. Vor allem haben mich die offenen, freundlichen Menschen beeindruckt, die Tierwelt insbesondere im Norden und die Weite der Landschaften.

 

Wie stehst du zum Thema Entwicklungshilfe?
Das ist schwierig in wenige Worte zu packen. Es gibt keinen „Masterplan“, der Stein der Weisen ist einfach noch nicht gefunden. Am schönsten wäre es natürlich, man bräuchte keine Entwicklungshilfe und benötigte Produkte würden vor Ort produziert, man schafft Arbeitsplätze und handelt dann auf fairer Basis. Das sollte das Ziel sein. Auf dem Weg dahin muss man dort helfen, wo Menschen dringend Hilfe benötigen.

 

Welche drei Wörter fallen dir spontan zum Thema Wasser ein?
Wundervolles Element, knappes Gut, muss geschützt werden


Warum ist dir das Engagement von WeWater so wichtig?

WeWater möchte Trinkwasser dort bereitstellen, wo Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Mir gefällt der Ansatz: – kurzfristige Hilfe, wo es keine andere Möglichkeit gibt, mittelfristiger Ausbau der Infrastruktur mit robusten, einfach anzuwendenden Produkten, langfristig Aufbau der Produktion von Wasserfiltern vor Ort.

 

Inwiefern glaubst du, hilft dein Lebensweg bei diesem Projekt?
Ich habe mehr als 25 Jahre Berufserfahrung auf dem Gebiet Wasseraufbereitung und habe in vielen Ländern der Welt Wasseraufbereitungssysteme installiert.

 

Wo siehst du WeWater in 10 Jahren?
WeWater wird viele Tausend Trinkwasserfilter für die Erstversorgung verteilt haben, dutzende von Infrastrukturprojekten begleitet haben und die erste Produktionsanlage für Wasserfilter vor Ort in Betrieb nehmen.

 

Was macht WeWater für dich besonders?
Das Team aus Leuten mit einem völlig unterschiedlichen Hintergrund, die ein gemeinsames Ziel verfolgen.